Konzert Tobler und Tanner

Konzert mit Töbi Tobler und Ficht Tanner
23. Oktober 2010
20:00, im Keller von Lenggenhagers

Töbi Tobler

Töbi Tobler spielt seit über 30 Jahren hauptberuflich Hackbrett. In einer Zeit, in der das Hackbrett nur noch selten in Gebrauch war, begann er moderne, aktuelle Musik darauf zu spielen. Töbi Tobler tritt als Solist auf brachte aber das Hackbrett auch in die verschiedensten Formationen und Musikstile ein; u.a. bei „Toblermit“ „Appenzeller Space Schöttl“ „Das Neue Original Appenzeller Streichmusik Projekt“ „Berner Kammerorchester“ "Max Lässers Überlandorchester". Er wirkte auch in Tanz- und Theaterprojekten mit; u.a. im Schauspielhaus Zürich 03/04, Willhelm Tell, Regie: Meret Matter oder beim sehr erfolgreichen Tellspiel 2008 in Altdorf, Regie: Volker Hesse, Musikalische Leitung: Töbi Tobler. Töbi Tobler verschreibt sich nicht einer bestimmten Sparte. Es ist ihm ein Anliegen, authentischen Ausdruck in seiner Musik zu vermitteln und das bei Auftritten, an Konzerten, Festivals oder in Kleintheatern im In- und Ausland sowie an Geburtstagsfesten, Vernissagen, in Kirchen und nicht zuletzt an unzähligen Familien- und Hochzeitsfesten.
Er unterrichtet an der Hochschule Luzern Musik, Musikschule Kreuzlingen, Musikschule Rorschach / Rorschacherberg und privat. Ein Konzert mit Töbi Tobler verspricht intuitives Hackbrettspiel, das den feinen Klang des Appenzeller Hackbrettes ertönen lässt.

www.toebitobler.ch

Ficht Tanner

Ficht Tanner - Musiker, Künstler, Freigeist - orientiert sich nicht an Grenzen. Schon als Kind, sagt er, habe er die Welt mit anderen Augen gesehen. Das mit Töbi Tobler gegründete Duo «Appenzeller Space Schöttl» ist sein Lebensprojekt, das ihn noch heute – wieder – glücklich macht. Das Jahr 1968, mit dem ein ganzes Zeitalter verknüpft ist, prägte Ficht Tanner. Nach der Lehre als Schriftsetzer zog es ihn 1972 nach Bern. Seine Freundin und spätere Frau arbeitete als Töpferin. Ficht Tanner wurde Gehilfe des Kunstmalers Rudolf Mumprecht. Seine Horizonte weiteten sich.Er lernte, wie Künstler und der Kunstbetrieb funktionierten, er versorgte sich in Mumprechts Bibliothek mit kunsthistorischem Wissen, und er experimentierte wie früher mit seinen «Kellerbands» im Rheintal mit E-Gitarre und E-Bass. In dieser Zeit riefen Ficht Tanner und Töbi Tobler das Projekt «Appenzeller Space Schöttl» ins Leben. Er habe bis dahin nie Appenzeller Folklore gespielt und mit ihr auch nichts zu tun gehabt, erinnert sich Tanner. Die eng gesteckten Grenzen des Brauchtums überwanden der Bass- und der Hackbrettspieler ohne Zögern. Für Ficht Tanner erfüllten sich Träume. Jetzt konnte er singen, wie er schon als Kind immer singen wollte: aus dem Bauch heraus. Das Duo musste nicht proben, die Musik floss automatisch. Heute, mehr als dreissig Jahre später, ist das Projekt «Appenzeller Space Schöttl» eine Art Lebenswerk. Ficht Tanner und Töbi Tobler, die in Trogen lange unter demselben Dach, aber separaten Wohnungen lebten, haben nach siebenjähriger räumlicher und musikalischer Trennung wieder zusammengefunden: von aussen betrachtet eine Wiedergeburt.

Lesegesellschaft Dorf, 9038 Rehetobel, michael@mrkunz.ch