Referat Permakultur

Referate "Permakultur in Zimbabwe"
Montag, 28. Mai, 19:15, kleiner Saal GZ

Information über Permakulturen unter dem Titel «Zukunft durch nachhaltige Landwirtschaft - eine Erfolgsstory aus Zimbabwe»

Gemeinsam mit rechtobler natur laden wir zu dieser Veranstaltung ein und freuen uns auf die Vorstellung dieses Projektes durch die Projektmitverantwortlichen Herren Mr. Piti und Mr. Dubee aus Zimbabwe.
Dieser Anlass ist öffentlich!
Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte!

Projekt "Poret-Trust"

Zukunft durch nachhaltige Landwirtschaft - eine Erfolgsstory aus Zimbabwe

Julious Piti leitet ein landwirtschaftliches Pioniervorhaben, das von KleinbäuerInnen getragen wird: die ausgelaugten und trockenen Böden in Chaseyama (Zimbabwe) sollen wieder fruchtbar werden.
Piti besucht vom 24.05. bis 10.06.18 die Schweiz, um seine Erfahrungen mit Praktikern der nachhaltigen Landwirtschaft auszutauschen und erste Resultate des Projektes vorzustellen. Ziel des Besuchs ist zudem, in der Schweiz öffentlich über die Zukunft der Landwirtschaft, den Klimawandel und die Verteilung der Ressourcen im globalen Kontext zu diskutieren.
Julious Piti hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in Permakultur. Er ist Co-Gründer des erfolgreichen Chikukwa-Projekts im Hochland von Zimbabwe: Hier konnten durch die Einführung naturnaher Landwirtschaftsmethoden die Lebensgrundlagen für die Bevölkerung erhalten und gar verbessert werden. Mit dem Projekt PORET in Chaseyama soll die Trendwende nun auch auf den trockenen Böden des Tieflandes wiederholt werden.
Julious Piti ist ein Landwirtschaftsexperte mit Dreck an den Schuhen. Er experimentiert und fördert den Austausch von Wissen und ist ein inspirierender Motivator, der unzählige Kleinbauern zum Mitmachen bewegen kann. Das Projekt PORET (Participatory Organic Research Extension and Training) schafft praktische Beispiele, von denen die umliegenden Bauern und Bäuerinnen lernen. Es gibt Workshops im Mustergelände und PORET-Fachleute gehen zu den Bauern auf den Hof und erarbeiten dort gemeinsam mit ihnen, wie sie die Techniken auf dem eigenen Land am besten anwenden.
Es gilt nicht nur Ernährungssicherheit zu erreichen, sondern auch eine starke Gemeinschaft aufzubauen. Programme für Konfliktlösungsstrategien, Stärkung der Rechte der Frauen, ein Kindergarten – all dies trägt dazu bei, dem Leben auf dem Land wieder eine Perspektive zu geben.
Durch die Wirtschaftskrise in Zimbabwe stieg die Arbeitslosenquote massiv an, und die Einkommen jener, die noch Arbeit haben, wurden um 30 bis 50 Prozent gekürzt. Das Leben in den Städten wurde schwierig, so dass viele in ihre Herkunftsgebiete auf dem Land zurückkehrten und sich der Landwirtschaft zuwandten. Sie müssen vom Ertrag ihrer Felder leben können – da sind landwirtschaftliche Techniken, wie sie von Julious Piti und seinem Team propagiert werden, Hilfe und Hoffnung.

Lesegesellschaft Dorf, 9038 Rehetobel, michael@mrkunz.ch