Referat Reptilien

Referat "Reptilien - faszinierende Kriechtiere mit oft zweifelhaften Ruf"
15. Juni 2000, 20:00
Kleiner Saal GZ

Es ist schon eine Weile her, seit Herr Marcel Tschofen aus Heerbrugg im MZG einen Vortrag über einheimische Reptilien gehalten hat. Seither waren meine Sommerferien und ich bin, wie jedes Jahr an denselben Ort in die Ferien gefahren. Plötzlich ist mir klar, warum gerade ich in Kiesgruben, bei Granitplatten und in Steinmauern so viele Eidechsen sah.
Dies sind die natürlichen Lebensräume dieser kleinen, schnellen und wendigen Kletterer. Die Farben leuchteten von smaragdgrün über bläulich bis braun und zeigt mir die Vielfalt der Natur. Vom Vortrag weiss ich noch, dass Weibchen gestreift sind und dass sie etwa mit drei Jahren erwachsen sind. Aber auch bei uns im Appenzellerland gibt es Eidechsen, z.B. die Zauneidechse, die bis zu 25 cm lang wird. Ich dachte mir immer, dass Eidechsen und Schlangen Eier legen würden, doch von Herrn Tschofen weiss ich, dass ein Teil der Eidechsen und ein Teil der Schlangen lebend gebärend sind.
Als ich im kleinen Feriensee badete, schwamm blitzschnell eine Schlange an mir vorbei (Ich vermute eine Ringelnatter). Obschon ich weiss, dass die meisten Schlangen mehr Angst vor den Menschen haben müssen, wie wir vor den Schlangen, erschrak ich doch. Die Schlange im Wasser war zu schnell und ich konnte ihr nicht tief in die Augen sehen, sonst hätte ich gesehen ob sie runde oder geschlitzte Pupillen hatte. Schlangen mit runden Pupillen und einer Reihe Schuppen unter den Augen sind ungiftig, solche mit geschlitzten Pupillen und mehreren Schuppenreihen sind giftig. Dies gilt nur für Mitteleuropa. Die Angst vor den Schlangen ist meist unbegründet, dies zeigt auch der letzte tödliche Unfall mit einer Schlange war 1961.
Bei uns zu Hause treffe ich jedoch keine Schlangen, wir haben beim Komposthaufen jedes Jahr junge Blindschleichen, die silbrig in der Sonne glänzen. Von Herr Tschofen weiss ich, dass sie da lebend zur Welt kommen.
In meinen Sommerferien habe ich gemerkt, wie viel ich noch vom spannenden und sehr lehrreichen Vortrag von Herrn Tschofen weiss. Ich habe sehr viel profitiert und danke an dieser Stelle Herrn Tschofen ganz herzlich.

(Miriam Kaufmann, "Rechtobler Gmäändsblatt", August 2000)

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