Referat "Namibia"

Referat Luregn Lenggenhafer über Namibia
27. November 2008
20:00 Uhr, Kleiner Saal Gemeindezentrum

Mural im Parlament in Windhoek

Namibia - Vom Völkermord zur Tourismusdestination?

Als 1904 deutsche Kolonialtruppen beinahe die gesamte Herero Bevölkerung Namibias ausrotteten, war dies ein trauriger Höhepunkt deutscher Macht­ausübung im damaligen Deutsch-Südwest, jedoch noch lange kein Ende der Unterdrückung. Namibia wurde nach dem ersten Weltkrieg faktisch zu einer Kolonie Südafrikas und litt bis zur Unabhängigkeit 1990 unter der Apartheidspolitik. Heute ist Namibia eine – zumindest institutionell – funktionierende Demokratie die eine hohe Rechtssicherheit und Pressefreiheit gewährleistet. Zugleich ist es das Land mit der weltweit grössten Kluft zwischen Arm und Reich.
Wie geht ein junger Staat mit einer solchen Vergangenheit um? Wo liegen Namibias Chancen sich im teilweise schwierigen Umfeld Afrikas zu etablieren? Welche Herausforderungen stehen noch bevor?
Der Vortrag möchte anhand des Beispiels Namibias Aspekte des modernen Afrikas aufzeigen und dabei auch einige in den Medien vermittelte Bilder dieses Kontinents aufgreifen und hinterfragen.

Luregn Lenggenhager

Luregn Lenggenhager wurde 1983 in Rehetobel geboren. Nach dem Gymnasium nahm er ein Studium der Geschichte, Geographie und Ethnologie an der Universität Basel auf. Er hat an verschiedenen Buch- und Ausstellungsprojekten der Basler Afrika Bibliographien / Namibia Research Centre in Basel und Namibia mitgearbeitet. Lenggenhager unternahm sowohl private als auch wissenschaftliche Reisen nach Namibia und in weitere afrikanische Länder.

Lesegesellschaft Dorf, 9038 Rehetobel, michael@mrkunz.ch