Hauptversammlung 2007

Hauptversammlung
8. Februar 2007
20:00 Uhr, Restaurant "Löwen"

Traktanden

1. Begrüssung
2. Wahl der Stimmenzähler/innen
3. Protokoll der HV 2006
4. Jahresbericht des Präsidenten
5. Rechnungsablage
6. Festsetzung des Jahresbeitrages
7. Wahlen
8. Umfrage, Wünsche und Anträge
Michael Kunz orientiert uns nach der HV über den Werdegang der Gemeindereorganisation sowie über den Entwurf „Pflichtenheft Gemeindepräsident/in" und steht für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Jahresbericht des Präsidenten

Beim Zurückblicken auf das Vereinsjahr 2006 kann ich erfreulicherweise das feststellen, was ich an der letzten HV schon gerne gesagt hätte: Es hat sich u.a. dank der personellen Konstanz alles recht gut eingespielt. Ich möchte gleich zu Beginn meinem Vorstand – Brigitt Bachmann, Regula Schneider und Willi Rohner - ganz herzlich danken für alles, was sie getan haben. Mit einem solchen Team ist es schön und einfach, Präsident zu sein! Ebenfalls herzlich danken möchte ich den drei „Neuen“, die die Konzerte in Rehetobel organisieren, Andrea Bischoff, Claudia Heé und André Maier. Ich bin ausserordentlich froh, dass die Konzerte nicht nur weiter bestehen, sondern weiter leben in unserem Dorf. Und ich möchte auch Michael Kunz dafür danken, dass er immer so prompt und mit Eigeninitiative unsere Homepage aktualisiert, danke dafür, dass ich mich nicht mit dem Computer abmühen muss! Danke auch den andern Gruppierungen und Vereinen für die Zusammenarbeit und allen andern, die mithelfen, mitdenken und natürlich auch denen, die unsere Veranstaltungen besuchen.
Ich gestehe, ich habe mir überlegt, wozu man denn eigentlich noch einen Jahresbericht braucht. Die Aktivitäten sind vorbei und wer sich dafür interessiert, der kann alles im Internet nachlesen. Geht es darum, denen, die wieder einmal nicht dabei waren ein schlechtes Gewissen zu machen? Oder damit anzugeben, wie toll wir wieder alles organisiert haben? Nun, ich denke, der Hauptgrund für den Rückblick auf die vergangenen Veranstaltungen ist einerseits natürlich, dass wir Ihnen Rechenschaft über unsere Tätigkeit ablegen möchten und Ihnen zeigen möchten, dass wir Ihnen nicht nur den Mitgliederbeitrag abnehmen, sondern Ihnen auch einen möglichst grossen Gegenwert bieten wollen und andererseits ist dieser Rückblick wohl auch ein wenig Werbung für unseren Verein, dessen Weiterbestehen mir sehr am Herzen liegt. (Immerhin wurde er 1837, also vor 170 Jahren gegründet). Ich werde mich aber– und das wird mir wohl niemand übel nehmen- beim Rückblick kurz fassen.
In den zwölf Monaten des Jahres 2006 konnte die LG Dorf zwölf Anlässe anbieten: Nach der letzten HV vom 09. Februar, bei der Erwin Sonderegger über das Schwimmbadprojekt informierte, das ja mittlerweile bereits verwirklicht wird, kam am 06. März der Reise-Vortrag. Diesmal führte uns Andreas Ramsler von der Pädagogischen Hochschule St.Gallen mit eindrücklichen Bildern nach Indonesien und zeigte uns dort die interessante Welt der Vulkane. Die Kommentare klärten uns auch über die Entstehung und Entwicklung der Vulkane auf und erst noch so, dass wir Laien Vieles verstehen lernten, beispielsweise, warum es Gegenden gibt auf dieser Welt, wo es viel mehr Vulkane gibt oder gegeben hat als anderswo. Dann kam am 16. März, der ebenfalls traditionelle Naturvortrag von der Rechtobler Natur. Wie immer ein ausserordentliches Thema: Diesmal: Stadtfüchse, und erst noch in St.Gallen! Als ich noch ein Kind war, war der Fuchs ein seltenes, etwas unheimliches Tier, nun konnte Jost Schneider das Leben einer Stadtfuchsfamilie dokumentieren! Danke Rechtobler Natur, dass wir immer wieder so Besonderes aus der Tier- und Pflanzenwelt erfahren dürfen.
17. März: Das erste Konzert. In der evangelischen Kirche trat das Barockensemble „La Banda Lully“ auf mit dem bittersüssen Thema: Amare dolce lacrime. Die zehn Musikerinnen und Musiker zeigten uns auf meisterliche Weise eine, zumindest für mich, neue und wunderschöne Seite der Barockmusik.
„Nervenfieber“ beschäftigte uns zusammen mit den Lesegesellschaften Robach und Kaien am 28. April. Die Lesung mit Walter Züst anlässlich seines neuen Romans mit diesem Titel, führte uns in die bewegte Zeit des 19. Jahrhunderts in unserer Gegend. Irgendwie sind Ereignisse, auch wenn sie lange zurückliegen, immer noch besonders packend, wenn sie in einer einem aus dem Alltag vertrauten Gegend stattfinden.
Schuberts „Die schöne Müllerin“ wurde am 07. Mai vom Bariton Samuel Zünd und Theresia Schmid am Klavier interpretiert. Selbst durch unsere rappgewohnten Ohren dringt solche Musik noch in die Herzen der Zuhörer und auf ganz andere Art als im erwähnten Roman, erhält man ebenfalls Gelegenheit, sich in eine vergangene Zeit einzufühlen.
Der neue Krimi „Tote Träume“ wurde uns (in Zusammenarbeit mit andern Vereinen) ebenfalls am 07. Mai, bereits am Vormittag, in der Alten Post anlässlich der Lesung von Petra Ivanov vorgestellt. Es geht der Autorin aber nicht nur um das Verbrechen, sie möchte in dieser Form ihrem Anliegen für die Asylspolitik Ausdruck verleihen, und sie kann das aufgrund ihres beruflichen Hintergrundes auf eindrückliche und spannende Weise.
Am 20. August wieder ein besonderes Barockkonzert. Diesmal mit dem Violinisten John Holloway und dem den Rechtoblern seit über zwanzig Jahren vertrauten Kammerensemble St. Gallen mit Ruedi Lutz. Eindrücklich, wie abwechslungsreich Barockmusik sein kann, vor allem, wenn sie derart lebendig interpretiert wird! Dann kam endlich die schon letztes Jahr versprochene und verschobene Stadtführung in St. Gallen. St. Gallen als Klosterstadt, als Stickereistadt, als Erkerstadt und als Vadianstadt waren die Themen. Maria Hufenus Ziegler vermittelte nicht nur Wissen über diese Stadt, in der wir uns so oft bewegen, sie kannte auch viele lustige und launige Geschichten, die wohl weniger in trockenen Geschichtsbüchern anzutreffen sind. Wiederum in der Alten Post fand die Lesung vom 2. Dezember statt: Helen Meier las aus ihrem neuen Buch „Schlafwandel“ vor, einer ausserordentlichen Geschichte von zwei unterschiedlichen Frauen und ihrer Beziehung zueinander.
Ja und dann am 05. Dezember schon der zweite Chlösler seit seiner Totsagung. Das fakultative Thema (Diskussion über die neue Gemeindeordnung) wurde von niemandem aufgegriffen und so war es, wie von den meisten ja auch gewünscht, ein gemütliches Beisammensein. Und zum Abschluss erklang am 10. Dezember noch das Adventskonzert in der Evangelischen Kirche mit wiederum barocker Musik und wiederum auf eine ungewohnte Art: Immanuel Richter Trompete und Hans Jürg Bättig, Orgel, spielten Werke des deutschen und italienischen
Barocks, die für Trompete transkribiert wurden.
Nebst der erwähnten Programmgestaltung haben wir uns auch noch mit anderem befasst. Einerseits haben wir uns Ende Jahr mit den andern drei Lesegesellschaften unseres Dorfes getroffen, um das Vorgehen für die kommenden Abstimmungen und Wahlen zu besprechen, da wir fanden, ein Zusammenspannen in dieser Angelegenheit sei sinnvoll. Willi Rohner hat unsere Lesegesellschaft bekanntlich in der Planungskommission für die neue Gemeindeordnung vertreten und war auch an diesen gemeinsamen Treffen dabei. Wie Sie der Vorankündigung entnehmen konnten, werden zwei Veranstaltungen dazu stattfinden.
Ausserdem haben wir den angekündigten Prospekt bzw. Flyer nun überarbeitet und gedruckt. Gegenüber der älteren Version wurde der Inhalt aktualisiert und den Konzerten in Rehetobel mehr Platz eingeräumt. Bitte benützen Sie ihn, um weitere Mitglieder für die LGD zu werben und weisen Sie auf auch auf www.lgdorf.ch hin, denn es treten immer wieder auch Personen aus unserem Verein aus und es ist wichtig, dass auch neue wieder beitreten.Ein Daueranliegen ist es mir, Sie als Mitglieder miteinbeziehen zu können. Wir haben deshalb damit begonnen ihre Internetadressen zu sammeln. So können wir Sie gegebenenfalls auch kurzfristig kontaktieren. Und wir bitten Sie diesmal an der HV mit Fragebögen um ihre Meinung zu allfälligen Veranstaltungen und sind auch sonst jederzeit froh, um Ihre Anregungen und Wünsche. Bitte melden Sie sich auch, wenn Sie ein Amt in der Gemeinde übernehmen möchten oder in einer Kommission mitmachen möchten. Besten Dank für Ihre Mitarbeit.
Ich freue mich darauf, Sie auch im 2007 wieder an unseren verschiedenen Veranstaltungen anzutreffen zu dürfen.

Rehetobel, im Februar 2007, Christian Lenggenhager

Lesegesellschaft Dorf, 9038 Rehetobel, michael@mrkunz.ch