Konzert Kammermusik

Konzert Kammermusik
8. Januar 2005
17:15 Uhr, Evangelisch-Reformierte Kirche

Aufführende

Cobus Swanepoel, Violoncello
Claudia Heé, Klavier

Vorschau

Jahr für Jahr hochstehende Musik - Seit 20 Jahren gibt es «Konzerte in Rehetobel» - Die Saison 2005 wird am Samstag, 8.Januar, eröffnet
Die evangelische Kirche von Rehetobel verfügt über eine ausgezeichnete Akustik. Umso erfreulicher, dass es regelmässig die Rehetobler Konzerte gibt - und das bereits seit 20 Jahren. Am Samstag, 8. Januar, ist es wieder so weit mit Bach, Strawinsky und Chopin.
1985 ergriff das Ehepaar Peter und Barbara Bischoff die Initiative. Die Arbeitsteilung zwischen den beiden ergab sich fast automatisch: Barbara Bischoff ist Musikerin, sie arbeitet derzeit in St. Gallen als Musiktherapeutin. Ihre Kenntnisse setzt sie ein zur Zusammenstellung des Programms. Pro Jahr sind es in der Regel drei, manchmal auch vier Konzerte. Die Spannweite der Musik reicht von Barock über Klassik bis hin zur Moderne. Und auch die Zielsetzung war von Anfang an klar: hochstehende Musik. Peter Bischoff, damals leitender Arzt der Augenklinik St. Gallen, übernahm die administrativen Aufgaben beim Organisieren. Für die Konzertreihe wurden drei Trägerschaften gefunden: die Lesegesellschaft Dorf sowie die Evangelische und die Katholische Kirchgemeinde.

Eine liebgewonnene Tradition
Das Angebot bewährte sich. Musiker von überall her attestieren der evangelischen Kirche in Rehetobel eine hervorragende Akustik. Und das Publikum honoriert die Anstrengungen. Nicht selten war die Kirche gestossen voll. Die Konzerte in Rehetobel wurden in den letzten Jahren zu einer Tradition, die man nicht missen möchte. Wesentlich dazu beigetragen hat auch Arthur Sturzenegger, der langjährige Primar- und Reallehrer von Rehetobel. Als Peter Bischoff vor rund zehn Jahren aus beruflichen Gründen - er wurde zum Chefarzt gewählt - kaum mehr die Zeit fand, sprang er ein. Im Dorf hat er ja schon zahlreiche Ämter (bis hinauf zum Vizehauptmann) übernommen, Aufgaben, die zwar ehrenamtlich sind, auf die ein Gemeinwesen aber nicht verzichten kann.

Hochkarätiges Angebot
Ein Blick zurück auf vergangene Konzerte zeigt, dass häufig hochkarätige Kammerensembles eingeladen wurden. Zu den willkommenen und auch regelmässig kommenden Musikern gehört denn auch das St. Galler Kammerensemble. Und die Namen der Komponisten liest sich wie ein «Who-is-who» der Musikgeschichte: Vivaldi, Schubert, Dvorak usw. Für die Qualität der Aufführungen setzt sich Barbara Bischoff seit 20 Jahren ein.

Eintritt ist frei, Kollekte
Arthur Sturzenegger aber verschickt Einladungen, schreibt Programme, verfasst Pressetexte, organisiert Räumlichkeiten usw. Eine der Hauptbelastungen der Organisatoren ist - wie häufig bei Kulturanlässen - die Finanzierung. Der Eintritt zu den Konzerten in Rehetobel ist grundsätzlich frei, am Schluss wird jeweils eine Kollekte durchgeführt. Was dabei zusammenkommt, reicht aber niemals aus, um die Unkosten zu decken. Die drei Trägerorganisationen leisten auch keinen finanziellen Beitrag, höchstens einen in Form von «Naturalien». So hilft die Lesegesellschaft mal beim Versenden der Einladungen und die Kirchgemeinden stellen ihre Kirchen als Konzertraum zur Verfügung. «Profanere» Darbietungen wie «Wiener Musik» wurden auch schon im Gemeindesaal angeboten. Und so suchen die beiden Organisatoren immer wieder Gönner. Und danken den derzeitigen Sponsoren, der Stiftung Ersparnisbank Rehetobel, der Steinegg Stiftung Herisau, der UBS sowie der Appenzeller Kulturkonferenz.

(Appenzeller Zeitung, 6.1.2005)

Lesegesellschaft Dorf, 9038 Rehetobel, michael@mrkunz.ch